USA versinkt im Schnee

Veröffentlicht auf von bunnys-wonderland.over-blog.de

 

Chicago – Ein Monster-Blizzard hat weite Teile der USA lahmgelegt: Eine gewaltiger Sturm zog am Mittwoch quer über das Land: Von Texas im Süden bis rauf nach Neuengland im Nordosten. Er brachte Schnee und Eis, Chaos und Tote: Mindestens 10 Menschen kamen bisher in dem Unwetter um.

Meteorologen sprachen vom schlimmsten Sturm seit Jahrzehnten. Etwa 100 Millionen Amerikaner – etwa jeder Dritte US-Bürger – waren betroffen.

Besonders hart traf es Chicago: Dort fielen fast 50 Zentimeter Neuschnee, brachten die drittgrößte Stadt der USA praktisch zum Stillstand.

 

„Wir erleben gerade einen Sturm historischen Ausmaßes“, sagte Ray Orozco, Stabschef von Bürgermeister Richard M. Daley. „So etwas haben wir seit 20 oder 30 Jahren nicht mehr gesehen.“

Nach vielen Unfällen steckten in der Nacht auf Mittwoch Hunderte Fahrzeuge am Chicagoer Lakeshore Drive fest: 12 Stunden lang ging gar nichts mehr.

Teilweise standen die Autos standen bis zu den Fenstern im Schnee.

Eine Frau, die in einem Bus unterwegs war, berichtet von ihrer Angst im Schnee-Chaos. Gemeinsam mit anderen Passagiere wollte sie den Bus verlassen, weil es keine Informationen gab: „Ich kam etwa 30 Meter weit, überall heftiges Schneetreiben. Ich drehte mich um, konnte den Bus nicht mehr erkennen und dachte, ich muss sterben.“

Helfer rückten gegen die Schneemassen schließlich mit Bulldozern an, danach Abschleppwagen, die die Autos einzeln herauszogen.

 

Monster-Sturm in den USA

 

Im ganzen Land mussten rund 16 000 Flüge gestrichen werden, viele Airports stellten den Betrieb ein. Chicagos O'Hare-Flughafen soll noch bis Donnerstag geschlossen bleiben.

Auch der Bundesstaat Oklahoma wurde von einer dicken Schneedecke überzogen. Soldaten der Nationalgarde waren im Einsatz, befreiten stecken gebliebene Autofahrer. Auch in Nebraska wurden 600 Nationalgardisten mobilisiert, in Illinois Hunderte in Alarmbereitschaft versetzt.

In Missouri schlossen die Behörden die komplette Autobahn Interstate 70 zwischen St. Louis und Kansas City – eine Strecke von 400 Kilometern.

 

Zwischen New York und New Jersey wurde der Bahnverkehr unterbrochen, Tausende Pendler kamen zu spät zur Arbeit.

Wegen der klirrenden Kälte werden Ernteausfälle befürchtet: Der Winterweizen droht zu erfrieren.

Noch ist der Winter-Horror nicht vorbei. Nach dem Sturm warnen die Meteorologen vor einer neuen Kältewelle, die der Blizzard im Gefolge hat. In Missouri, Nebraska und Kansas erwarten Temperaturen bis minus 34 Grad.

 

 

Monster-Sturm in den USA

 

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post