Coca-Cola Geheimnis gelüftet?

Veröffentlicht auf von bunnys-wonderland.over-blog.de

Seit dem Jahr 1886 versuchen Fans des koffeinhaltigen Kult-Getränks, hinter das Geheimnis der ominösen Coca-Cola-Zutat „Merchandise 7x“ zu kommen. Gerüchten zufolge wird die Rezeptur in einem Banktresor in Atlanta aufbewahrt. Nun behauptet eine US-Website, die Zutatenliste in einem alten Zeitungsartikel gefunden zu haben. Der Wirtschaftsjournalist und Autor eines Buches über Coca-Cola, Mark Pendergrast, hält es für wahrscheinlich, dass es sich bei der Notiz wirklich um das geheime Rezept handelt. 

Fast 125 Jahre ist es her, dass der Amerikaner John Pemberton die weltweit erste Coca-Cola hergestellt hat. Das Gebräu, damals als „Pemberton’s French Wine Coca“ betitelt, war eine alkoholfreie Nachahmung des Mariani-Weins, einem Getränk aus Bordeauxwein und Extrakten des Cocastrauchs. Nachdem der Apothekengroßhändler Asa Griggs Candler die Rechte an der Rezeptur des Erfrischungsgetränks erworben hatte, hielt er seine veränderte Rezeptur stets geheim. Was es mit der mysteriösen Formel „7x“ auf sich hat – darüber zerbrach sich die halbe Welt den Kopf. Doch nun stellte die amerikanische Website „thisamericanlife.org” einen alten Zeitungsartikel aus der Coca-Cola-Heimat Atlanta, datiert auf das Jahr 1979, online. Darin wird der Code „7x“ geknackt.

Rund 227 Gramm Alkohol, 20 Tropfen Orangenöl, 30 Tropfen Zitronenöl, zehn Tropfen Muskatnussöl, fünf Tropfen Koriander, zehn Tropfen Neroliöl und zehn Tropfen Zimtöl. So lautet dem Zeitungsartikel zufolge die Zusammensetzung. Nachdem die Mitarbeiter von „thisamericanlife.org“ die Zutatenliste gefunden hatten, konsultierten sie den Coca-Cola-Spezialisten Mark Pendergrast. Dieser glaube, dass es sich dabei wirklich um eine Version der Rezeptur handeln könnte. Sollte er mit seiner Vermutung richtig liegen, so wäre das Coca-Cola-Geheimnis nach 125 Jahren endlich gelüftet – obwohl das Rezept des koffeinhaltigen Getränks angeblich wie ein Schatz in einem Tresor in Atlanta gehütet wird. Laut „thisisamerica.org“ ist ein Freund von John Pemberton daran schuld. Der habe das Rezept an seine Nachfolger weitergegeben.

In Anbetracht der vielen Nachahmer, die nach der Erfindung des Originals auf der Bildfläche erschienen, ist die Geheimniskrämerei um die Zutaten allerdings durchaus nachvollziehbar. Zwei der bekanntesten Imitate, die es auch heute noch zu kaufen gibt, sind Pepsi-Cola und Afri-Cola. Bei Letzterem handelt es sich um ein erstmals im Jahr 1931 in Deutschland hergestelltes Getränk – das sich jedoch nie gegen das beliebte Original durchsetzen konnte. In den 80er Jahren musste Afri-Cola sogar vorübergehend eingestellt werden, Ende der 90er Jahre versuchte man den Wiedereinstieg auf dem Markt mittels Verringerung des Koffein- und Zuckergehalts. Heute beliefern die deutschen Hersteller unter anderem Österreich, die Schweiz, Tschechien, Saudi-Arabien, Ghana, Frankreich und Südafrika mit Afri-Cola – die inzwischen wieder nach ursprünglichen Rezeptur hergestellt wird.

Der Hauptkonkurrent von Coca-Cola ist aber Pepsi-Cola. Der Name des 1898 von einem Apotheker in North Carolina entwickelten Getränks geht auf das Enzym Pepsin zurück, das in der Kolanuss enthalten ist. Doch trotz zahlreicher berühmter Werbeträger wie Michael Jackson, David Bowie oder Beyonce Knowles gelang es der Marke nicht, den Platzhirsch langfristig von seinem Thron zu stoßen. Pepsi-Cola wechselte mehrmals seinen Besitzer und stand einige Male vor dem Bankrott. Der Aufschwung gelang nur deshalb, weil sich die Marke als Billigversion von Coca-Cola präsentierte.

Die Geheimniskrämerei um einige Inhaltsstoffe des Originals Coca-Cola ist einer der Gründe, warum sich das koffeinhaltige Gebräu so großer Beliebtheit erfreut. Kein Wunder also, dass auch andere Hersteller diese Marketingidee adaptierten – wie zum Beispiel die Schweizer Marke Maggi. Um das öffentliche Interesse an dem braunen, dickflüssigen Würzmittel zu wecken, verschwiegen die Erfinder von Maggi, was es mit dem mysteriösen „Aroma“ auf sich hat, das neben Inhaltsstoffen wie Eiweiß, Hülsenfrüchten und Hefeextrakt aufgelistet ist.

Im Zeitalter des Internets dürfte es jedoch immer schwieriger werden, derartige Geheimnisse aufrechtzuerhalten – wie die angebliche Aufdeckung der Coca-Cola Zutat „7x“ beweist.

 

(yahoo.de)

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